Amalgam-Alternativen

Amalgam ist metallisch. Als Ersatzmaterial kann man einerseits sog. platische Füllungsmaterialien verwenden, die direkt in den Zahn eingebracht werden - andererseits gibt es die sog. Inlays (Einlagefüllungen) aus Gold oder Keramik.

Diese sind deshalb teuer, da sie aufwendig verarbeitet werden müssen und umfangreiche Behandlungsmaßnahmen erfodern. Ihr Vorteil gegenüber den plastischen Füllungsmaterialien liegt jedoch in ihrer Haltbarkeit.

Die Materialien

Composites

Composites sind weiß und sehen deshalb aus, wie ein natürlicher Zahn. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie kein Quecksilber oder andere Metalle enthalten. Zudem lassen sie sich selbst in sehr kleine Löcher füllen, was den Zahn schont.
Beim Aushärten schrumpfen Composites jedoch, was Randspalten verursachen kann, die wiederum Karies begünstigen. Diesen Nachteil versucht man mittels einer Mehrschicht-Adhäsivtechnik auszugleichen - diese wiederum verursacht höhere Kosten, die von den gesetzlichen Kassen nur selten (beispielsweise bei einer Quecksilberallergie, sodass bei diesem Patienten keine Amalgam-Füllung verwendet weren kann) übernommen werden. Die Mehrkosten müssten dann vom Patienten selbst getragen werden.

Inomerzemente

Dieses Material wird hier nur der Vollständigkeit halber aufgeführt - aber aus gutem Grund nicht in unserer Praxis verwendet: Man muss sie zu häufig auswechseln, wodurch dem Zahn die Substanz genommen wird. Also Vorsicht: Lassen Sie sich diese Art von Füllung (auch wenn sie nichts kostet) nie verabreichen!

Compomere

Diese sind recht kostengünstig. Bei sehr kleinen Füllungen ist die Haltbarkeit akzeptabel - jedoch nicht bei größeren, da auch die Randdichtigkeit nicht wirklich gegeben ist.

Goldinlays

Goldinlays haben sich bewährt und sind bei einer guten Mundhygiene länger haltbar als ihre Konkurrenzprodukte. Nachteilig sind natürlich die hohen Kosten sowie die Farbe.

Keramik-Inlays

Diese sind wieder zahnfarben, gut verträglich und auch gut haltbar. Da sie jedoch sehr aufwendig in Herstellung und Verarbeitung sind, sind sie noch teurer als Goldinlays.

Kunststoff-Inlays

Sie sind meiner Meinung nach nicht zu empfehlen, da sie aufwendig hergestellt werden müssen und damit teuer sind - jedoch die schlechteren Materialeigenschaften (siehe oben) besitzen.